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Klinik "Der Fürstenhof"
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Forschungseinrichtungen

Beiträge
Spinomed®
Sport und Bewegungstherapie

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Deutsche Osteologie geht am Stock
Wenn harte Männer weiche Knochen bekommen
Begutachtung bei Osteoporose
Evidenz-basierte Osteoporose-Therapie
Vertebro- und Kyphoplastie: Wunderwaffe oder Rohrkrepierer
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Die Forschungseinrichtungen des Hauses

Im Jahre 1993 wurde der gemeinnützige Forschungsverein, das Bad Pyrmonter Institut für klinische Osteologie Gustav Pommer e.V. an der Klinik gegründet. Dieses Institut führt alle Forschungsarbeiten durch, die als ausschließlich gemeinnütziger Natur charakterisiert sind.

Im Jahre 1998 wurde der Forschungsverein MedWiss Bad Pyrmont gegründet, der diejenigen wissenschaftlichen Untersuchungen durchführt, deren Ergebnisse auch für wirtschaftlich tätige Unternehmen von praktischem Nutzen sein können.

Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten dieser Institute liegt in der Erforschung der Symptomatologie von chronischen Krankheiten des Bewegungsapparates, der Epidemiologie, der Pathophysiologie und der Therapie.

Systematische Symptomforschung erlaubt Schlussfolgerungen zum Ausmaß, mit dem diese Krankheiten zu Einschränkungen der subjektiven und objektiven Lebensqualität führen. Sie unterstützen damit der zunehmend wichtig werdenden Versorgungsforschung in der Medizin, deren Ergebnisse zukünftig mehr als in der Vergangenheit auch zur Steuerung wirtschaftlicher Ressourcen bei der medizinischen Betreuung kranker Menschen im Lande entsprechend den Prinzipien einer "Evidence based Medicine" dienen.

In Kooperation mit Betriebskrankenkassen in Deutschland sind umfangreiche epidemiologische Untersuchungen zur Häufigkeit der sozialmedizinisch und gesundheitsökonomisch wichtigsten Spätkomplikation der Osteoporosen, der Oberschenkelhalsbrüche, durchgeführt worden. Erschreckend war das Ergebnis erster Untersuchungen, lässt es doch wahrnehmen, dass die Folgen der mit zunehmendem Alter immer häufiger werdenden Osteoporosen in Deutschland in der Vergangenheit dramatisch unterschätzt wurden: Jährlich sind etwa 130.000 Männer und Frauen wegen Oberschenkelhalsbruch zu behandeln. Allein hierdurch entstehen in Deutschland jährliche Folgekosten im Bereich von 6 Milliarden DM. Dies bestätigte die Ergebnisse von Veröffentlichungen aus Skandinavien, Großbritannien und der Schweiz, dass nämlich hierdurch mehr Krankenhausbettentage benötigt werden als für die Versorgung von Patienten mit Schlaganfällen und Herzinfarkten zusammen.

Neben dem für die Osteoporosen charakteristischen Verlust an Knochenmasse und -festigkeit tragen im Alter überwiegend Stürze zum Knochenbruch bei. Diese entstehen, auch dies ein Ergebnis unserer wissenschaftlichen Arbeiten, gehäuft auch als Folge des in Deutschland weit verbreiteten Vitamin-D-Mangels, weil dieser nicht nur den Knochenstoffwechsel, sondern auch die Muskelfunktion empfindlich stören kann. Dramatisch sind die im Rahmen einer klinischen Studie gefundenen Ergebnisse: Mehr als 90% von 150 über 70-jährigen Frauen waren mangelhaft mit Vitamin-D versorgt. Im Rahmen einer prospektiven, kontrollierten Doppelblindstudie ließ sich zeigen, dass allein durch Sicherstellung einer angemessenen Vitamin-D-Versorgung das Risiko zukünftiger Stürze halbiert werden kann.

Die Pharmakotherapie dient nicht nur der Verhinderung zunehmender Knochensubstanzverluste, sondern darüber hinausgehend dem Aufbau neuer Knochenstrukturen, die den durch Krankheit geschädigten Knochen festigen können. Hierdurch kann das Risiko zukünftiger Knochenbrüche vorhersagbar um etwa die Hälfte reduziert werden, das Risiko der bei Osteoporose charakteristischerweise entstehenden multiplen Knochenbrüche gar um 90%. Dies betrifft nicht nur die für die Krankheit typischen Wirbelkörpereinbrüche, sondern auch periphere Frakturen, wie den Oberschenkelhalsbruch.

Bei der Überprüfung verschiedener neu entwickelter Wirkstoffe zur Behandlung der Osteoporosen waren Wissenschaftler unserer Forschungseinrichtungen aktiv beteiligt; sei es durch Planung und wissenschaftliche Begleitung dieser Studien, sei es durch Überprüfung von Knochenbruchraten mit Hilfe der Untersuchung von Röntgenbildern, zum Teil durch Einsatz selbstentwickelter Messverfahren, wie zum Beispiel des Spine Deformity Index.

Schließlich ist die wissenschaftliche Beschreibung seltener Krankheitsformen zum Arbeitsthema geworden, z.B. von schwangerschaftsassoziierten Osteoporosen oder der Osteoporose bei systemischer Mastozytose.

Im Rahmen dieser vielfältigen Tätigkeiten wurden zum Teil enge Kooperationen mit nationalen und internationalen Instituten entwickelt, unter anderem mit der weltberühmten "Mayo-Clinic" in Rochester, Minnesota, mit Abteilungen der Universitätskliniken von Amsterdam, Berlin, Bochum, Hamburg, u.a.

Neben den unmittelbaren wissenschaftlichen Arbeiten sind Fortbildungsmöglichkeiten für Ärzte entwickelt worden. Mehr als 20mal haben jeweils zwischen 10 und 15 Ärzte an Wochendseminaren über die Stoffwechselkrankheiten der Knochen teilgenommen. Insgesamt sind mehr als 250 Ärzte hierdurch an der Bad Pyrmonter Klinik ausgebildet worden.

Wissenschaftliche Ausbildung erhielten Ärzte im Rahmen von Doktorarbeiten, inzwischen haben 4 Ärztinnen und Ärzte zum Dr. med. promoviert. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln erfolgte am Lehrstuhl für Rehabilitation auch eine Promotion zum Dr. der Sportwissenschaften.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten mündeten in der Vergangenheit in mehr als 50 Veröffentlichungen in nationalen Fachzeitschriften und internationalen wissenschaftlichen Journalen. Die Herausgabe einer Reihe von osteologischen Lehrbüchern erfolgte durch Mitarbeiter des Hauses.

Leitung der Forschungseinrichtungen

Bad Pyrmonter Institut für klinische Osteologie Gustav Pommer e.V.

Vorstand: Prof. Dr. Helmut W. Minne
Werner Streicher

Forschungsverein MEDWISS Bad Pyrmont:

Vorstand: Dipl. Kfm. Heinz-Hermann Blome
Dr. med. habil. Wolfgang Pollähne
Administration: Martina Blut,
Klinik Der Fürstenhof,
Am Hylligen Born 7,
31812 Bad Pyrmont,
Tel: 05281 - 15 1402,
Fax: 05281 - 15 1100
Ständige Wissenschaftler: Dr. med. Michael Pfeifer
Lisa Kohlwey