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DER FÜRSTENHOFIm Zentrum von Bad Pyrmont, zwischen Kurpark und Hauptallee gelegen, finden wir die Fachklinik für Stoffwechselkrankheiten des Bewegungsapparates, den FÜRSTENHOF. Die Architektur des Neubaus verbindet traditionelle Elemente mit Aspekten der Moderne, gliedert sich rücksichtsvoll im Ortskern in seine von der Geschichte vergangener Jahrhunderte geprägte Umgebung ein. Im Inneren finden wir alle Merkmale einer modernen Klinik, die den Bedürfnissen der durch Tradition mitgeprägten Rehabilitationsmedizin genauso gerecht wird, wie dem Anspruch an moderne Diagnostik. Die Patienten sind in überwiegend als Einzelzimmer ausgelegten Räumen untergebracht. Ihre Behandlung erfolgt im Therapiebereich, der alle Möglichkeiten der physikalisch-balneologischen Therapie ebenso eröffnet, wie für Krankengymnastik, Bewegungstherapie und spezifische Trainingsmaßnahmen. Im ergotherapeutischen Bereich stehen für das Haus neu entwickelte Möglichkeiten zu einer Behandlung zur Verfügung, die dazu beitragen kann, den zum Teil erheblich behinderten Patienten die Lebensmöglichkeiten in häuslicher Umgebung zu bewahren. Eine Lehrküche erlaubt die Übertragung theoretisch erlernter Ernährungsbesonderheiten in den Alltag. Der in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauses liegende Kurpark von Bad Pyrmont wird als integraler Bestandteil unserer Einrichtungen bei der Remobilisation behinderter Menschen und bei der Bewegungstherapie genutzt. Quasi vor der Haustür liegen die Kureinrichtungen von Bad Pyrmont, das Gesundheitszentrum Königin-Luise-Bad und die Wandelhalle. Wohltuend unterscheiden sich das Haus und seine Umgebung von gelegentlich an Industriebauten erinnernde Hochschulkliniken für Patienten mit Krankheiten des Bewegungsapparates. Bewusst werden die kulturellen Möglichkeiten eines Kurortes in das Behandlungskonzept der Klinik integriert. So vereinigt DER FÜRSTENHOF moderne medizinische Maßnahmen mit Aspekten einer ganzheitlichen Therapie, die nicht nur die messbaren organischen Veränderungen im Visier hat, sondern auch die Behandlungsbedürfnisse, die bei den Kranken als Folge akuten und chronischen Schmerzes und krankheitsbedingter Qual entstehen. Ideal wäre es, wenn bei allen Patienten dem "morgendlichen Fango" (dem in Bad Pyrmont natürlich die morgendliche Moorpackung entspricht) der abendliche Tango folgen könnte. Doch wer könnte sich anheischig machen, allen Patienten dieses Behandlungsziel bei langjährig bestehender chronischer Krankheit zu versprechen. Insgesamt hat das Haus seit seinem Bestehen zwischen 8.000 und 10.000 Patienten mit knochenzerstörender Osteoporose dienen können. Dabei blieb es nicht aus, dass die behandelnden Ärzte auch die Krankheitsformen festzustellen hatten, die gemeinhin als Raritäten unter den Knochenkrankheiten gelten. Dies führte dazu, dass schon frühzeitig nicht allein zum Wesen der üblichen Osteoporosen und ihrer Folgen umfangreiche Erfahrungen gesammelt wurden, sondern systematisch auch Erkenntnisse zur Entstehung und Therapie sehr seltener Krankheitsformen gewonnen werden konnten. Darüber hinausgehend sind inzwischen Tausende von Patienten mit klassisch-orthopädischen Krankheiten des Bewegungsapparates behandelt worden. Dadurch hat sich das Haus zu einem Zentrum für Patienten entwickeln können, die an den Folgen von zum Teil sehr unterschiedlichen Funktionsstörungen des gesamten Bewegungsapparates leiden. Der unabwendbare Bedarf, bei einer Reihe der zugewiesenen Patienten zusätzlich diagnostisch tätig werden zu müssen, führte zu einer Ausweitung der medizinischen Angebote des Hauses. Klassisch dient das stationäre Heilverfahren der Rehabilitation von Menschen, die durch ihre chronischen Krankheiten des Bewegungsapparates in Beruf und Alltag zum Teil einschneidend behindert sind. Das Ziel der Behandlung ist dabei die Bewahrung der Berufsfähigkeit beim jüngeren Patienten und die Sicherstellung der Selbstversorgungsmöglichkeiten beim älter gewordenen Leidenden. Gesundheitserziehende Maßnahmen dienen dazu, zukünftig in Selbständigkeit und kenntnisreich den Erhalt zurückgewonnener Fähigkeiten zu ermöglichen. Das während des stationären Aufenthaltes Erlernte erlaubt die Fortsetzung gezielter Behandlungsmaßnahmen auch in häuslicher Umgebung und kann hierdurch zur Verbesserung der Zukunftsaussichten beitragen. Im Rahmen einer neu entwickelten "Diagnostik-Woche" können alle Maßnahmen zur Klärung der Entstehung eines Krankheitsbildes und zur Festlegung zukünftiger Therapien eingesetzt werden. Auch modernste Untersuchungstechniken, wie die histologische (feingewebliche) Untersuchung von Knochenproben, aber auch der Einsatz neuester bildgebender Verfahren und innovativer Laboruntersuchungen stehen dabei zur Verfügung. Dies Angebot wird zunehmend genutzt, stellt es doch eine kostengünstige Alternative zu den Abklärungsbemühungen in spezialisierten Hochschuleinrichtungen dar. Inzwischen nutzen Patienten und Ärzte aus ganz Deutschland dieses Angebot. Eine Ambulanz dient allen Patienten mit osteologischen und endokrinologischen Krankheiten, bei denen die behandelnden Ärzte am Heimatort zusätzlichen Betreuungsbedarf wahrnehmen. Die Einrichtung dieser Sprechstunde erlaubt auch die Nachbetreuung von Patienten, die ein stationäres Heilverfahren hinter sich haben, wenn diese und ihre Ärzte dieses wünschen. Bei noch im Berufsleben stehenden Patienten treten die Rentenversicherungen als Kostenträger bei stationären Heilverfahren in Erscheinung, bei Patienten im Rentenalter kommen die Krankenkassen für diese Aufwendungen auf, letztere auch bei Veranlassung eines kurzzeitigen Aufenthaltes zur Diagnostik. Ambulanten Patienten steht das Haus auf dem Wege üblicher Überweisungen durch die unmittelbar die Patienten betreuenden Ärzte zur Verfügung. Umfangreich sind die administrativen Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem Betreiben dieser Klinik entstehen. Dies betrifft nicht nur die Erstellung von Belegungsplänen, die Schreibarbeiten bei der Erledigung der Korrespondenzen, sondern auch die Instandhaltung des Hauses und, bei einer nach den Regeln eines privat geführten Betriebes arbeitenden Klinik, die betriebswirtschaftliche Führung des Hauses. Ärztliches Handeln, therapeutische Bemühungen und administrative Funktionen müssen eng verzahnt und kooperierend wirken, um den Erfolg der Klinik sicherzustellen. |